Das Genbänkle - die Idee
Idee
Das Genbänkle hat sich zum Ziel gesteckt, Initiativen und Organisationen zum Thema „Alte und seltene Gemüsesorten“ in Baden-Württemberg aufzulisten, zu vernetzen und sichtbar zu machen. In einer ersten Phase des Projekts wurde eine Liste diesbezüglicher Kontakte in Baden-Württemberg erstellt. Sie dient als Grundlage für eine Datenbank und eine Online-Landkarte. Somit wird interessierten Menschen der Zugang zu regionalem, samenfestem Saatgut alter und seltener Gemüsesorten erleichtert . Unter den zahlreichen Unterstützern des Genbänkles ist auch das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Baden-Württemberg (MLR). Das Genbänkle verschafft somit – neben der Vernetzung zahlreicher Akteure – dem MLR einen Überblick sowie eine Bündelung der Aktivitäten im Bereich des Schutzes dieser genetischen Ressourcen.
About us
The Genbänkle aims to list, network, and visualise initiatives and organisations working on old and rare vegetable varieties in Baden-Württemberg. In the first phase of the project a list of relevant contacts in Baden-Württemberg will be established. This will then form the basis of a database and possibly an online map service. These resources will provide interested people with easier access to regional and true-breeding seeds of old and rare vegetable varieties.
Genbänkle project partners are the HfWU (Prof. Dr. Roman Lenz), the Alblinsen-Förderverein (Wolde Mammel) and “The Agronauts” (Roman Lenz und Dr. Philipp Weckenbrock, Research Institute for Sustainable Regional Agriculture). Potentially the database will be extended beyond vegetable varieties to include other crops.
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Welche Bedeutung haben eigentlich alte Sorten?
Alle drei Ebenen der Biodiversität (Ökosystemvielfalt, Artenvielfalt und genetische Vielfalt) sind aus diversen Gründen von mitunter dramatischen Verlusten bedroht. Die genetische Vielfalt neuer und alter Kulturpflanzen wird dabei als Schlüssel zur Klimawandelanpassung der Landwirtschaft betrachtet.
Trotz vielfältigen politischen Anstrengungen und wissenschaftlicher Aufklärungsarbeit ist das Artensterben als fester Bestandteil der „Dreifachkrise“ etabliert, die festgelegten, tolerierbaren Grenzen im Bereich Biodiversität schon lange um ein vielfaches überschritten. Im Bereich der Nutzpflanzen soll seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts die genetischen Vielfalt bereits um 75 % abgenommen haben.
Die Agrarwirtschaftlerin Eileen Decker hat sich im Rahmen ihres Studiums an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt intensiv mit aktueller und zukünftiger Bedeutung alter Sorten befasst. Ihre Ergebnisse aus Literaturrecherchen und Experteninterviews hat sie in ihrer Bachelorarbeit "Perspektiven alter Sorten mit Fokus auf die Schwäbische Alb" zusammengefasst.
